Online-Casino mit AstroPay: worauf Sie bei Sicherheit und Limits achten sollten
- AstroPay geprüft
Ein Wallet wie AstroPay schiebt sich zwischen Ihr Bankkonto und die Casino-Kasse. Das hat Vorteile, weil das Casino Ihre Kartennummer und Ihre IBAN nicht erfährt. Es wirft aber auch Fragen auf: Wer verwahrt das Geld, wer beaufsichtigt den Dienst, und was passiert, wenn etwas schiefgeht?
Diese Seite beantwortet genau diese Fragen. Sie zeigt, welche Behörde für AstroPay zuständig ist, wie Ihr Guthaben geschützt ist und wo die Bedingungen Grenzen ziehen. Ein Schwerpunkt liegt auf Kontrolle: Das Wallet selbst bietet keine Ausgabenlimits, also müssen Sie diese anders setzen. Dazu kommt die Rechtslage in Österreich. Jede Angabe ist mit einer Quelle belegt, von den AGB des Zahlungsdienstes bis zum Rechtsinformationssystem des Bundes.
Casinos mit AstroPay-Kasse
Unsere Liste enthält Online-Casinos, die AstroPay an der Kasse akzeptieren. Eine Konzession nach österreichischem Glücksspielgesetz besitzt keines davon, die Anbieter sind im Ausland lizenziert, etwa in Curaçao oder auf Anjouan. Konzessioniertes Online-Glücksspiel bietet in Österreich nur win2day.at an.
- AstroPay
Für Ihre Sicherheit zählen beim einzelnen Anbieter zwei Angaben mehr als jede Werbung. Die erste ist die Lizenzbehörde mit Nummer in der Fußzeile. Die zweite sind die Limit-Funktionen im Spielerkonto, denn das AstroPay-Wallet selbst bietet keine.
Auf dieser Seite
- Casinos mit AstroPay-Kasse
- Betreiber und Aufsicht des Dienstes
- Wie sicher ist das Guthaben im Wallet?
- Datenschutz: was das Casino erfährt
- Limits: die größte Lücke
- Kontoschutz im Alltag
- Gebühren, die man kennen sollte
- Fristen und Wartezeiten
- Sicherheitscheck vor der ersten Zahlung
- Einzahlen in vier Schritten
- Auszahlen ohne Umwege
- Was das Glücksspielgesetz sagt
Betreiber und Aufsicht des Dienstes
Für Konten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum ist die Larstal Denmark ApS verantwortlich. Die Gesellschaft ist in Dänemark unter der Nummer 42457590 eingetragen. Laut den Geschäftsbedingungen ist sie von der dänischen Finanzaufsicht Finanstilsynet als E-Geld-Institut zugelassen, Registernummer FTID 40514.
Eine Einschränkung gehört dazu. Den Eintrag im Register der Finanstilsynet konnten wir nicht aufrufen, die Angaben stammen aus den AGB von AstroPay. Wenn Sie sichergehen wollen, suchen Sie die Nummer FTID 40514 selbst im dänischen Register.
Zur AstroPay-Gruppe gehören weitere Gesellschaften außerhalb der EU. Die Larstal Limited ist laut Fußzeile der Website bei der britischen FCA als E-Geld-Institut unter FRN 901001 zugelassen. Dazu kommt eine Gesellschaft auf der Isle of Man. Für ein Konto aus Österreich sind sie nicht zuständig, maßgeblich bleibt die dänische Einheit.
Welche Bedingungen für Sie gelten, hängt vom Land ab, in dem Ihr Konto registriert ist. Für Österreich ist das EWR-Paket maßgeblich. Es nennt als Beschwerdestelle für Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz in Österreich das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Telefon +43 1 711 00.
Ein Detail fällt beim Vergleich der Sprachfassungen auf. Die englische Fassung nennt als Sitz Applebys Pl. 7 in Kopenhagen, das deutsche Widerrufsformular die Frederiksborggade 15. Für einen schriftlichen Widerruf sollten Sie die aktuelle Anschrift vorher beim Kundendienst erfragen.
Wie sicher ist das Guthaben im Wallet?
Geld im AstroPay-Wallet ist E-Geld, keine Bankeinlage. Die AGB schreiben das ausdrücklich: Das Wallet ist kein Einlagenkonto, und eine dänische Einlagen- oder Anlegerentschädigung greift nicht. Bei einer Bankpleite wären Sie damit schlechter gestellt als mit Geld auf dem Girokonto.
Geschützt wird E-Geld auf anderem Weg. Institute wie die Larstal Denmark ApS müssen Kundengelder getrennt vom eigenen Vermögen verwahren. Die AGB nennen diese Verwahrung als Schutzmechanismus. Daraus folgt eine einfache Regel: Lassen Sie im Wallet nur so viel liegen, wie Sie für die nächsten Einzahlungen brauchen.
Drei Klauseln betreffen die Sicherheit des Kontos direkt.
- Rückbuchung: Wird eine Aufladung per Chargeback zurückgeholt, darf AstroPay das Wallet sperren oder kündigen.
- Eigenes Konto: Auszahlungen gehen nur auf ein Bankkonto, dessen Inhaber Sie selbst sind.
- Altersgrenze: Ein Konto dürfen nur Personen ab 18 Jahren eröffnen.
Die Bindung an ein eigenes Konto schützt vor Missbrauch. Selbst wenn jemand Zugriff auf Ihr Wallet erlangt, kann er das Guthaben nicht auf ein fremdes Bankkonto umleiten.
Datenschutz: was das Casino erfährt
Der Sicherheitsgewinn eines Wallets liegt bei den Zahlungsdaten. Das Casino sieht bei einer AstroPay-Zahlung weder Ihre Kartennummer noch Ihre IBAN. Gelangen Daten beim Casino in falsche Hände, sind Ihre Bankverbindung und Ihre Karte nicht betroffen.
Anonym sind Sie dadurch nicht. AstroPay selbst kennt Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Reisepassdaten, denn ohne diese Angaben wird das Konto nicht aktiviert. Das Casino prüft Ihre Identität spätestens vor der ersten Auszahlung ebenfalls. Der Schutz betrifft also die Zahlungswege, nicht Ihren Namen.
Daraus ergibt sich eine sinnvolle Arbeitsteilung. Ihre Bank kennt AstroPay als Empfänger der Aufladung, AstroPay kennt das Casino als Empfänger der Zahlung, und das Casino kennt nur das Wallet. Jede Stelle sieht einen Ausschnitt, keine das gesamte Bild Ihrer Finanzen.
Limits: die größte Lücke
Die wichtigste Lücke steht in Punkt 5.4 der AGB: Ausgabenlimits lassen sich nicht einrichten. Auch feste Höchstbeträge für Aufladungen oder Auszahlungen nennen die Bedingungen für den EWR nicht. Kontrolle über die Einsätze müssen Sie also außerhalb des Wallets organisieren.
| Kontrollinstrument | Wo verfügbar |
|---|---|
| Ausgabenlimit im Wallet | bei AstroPay nicht möglich |
| Höchstbetrag pro Zahlung | paysafecard ohne Konto: 50 € |
| Pflichtlimit für Einzahlungen | win2day: unter 26 Jahren bis 250 € pro Woche |
| Monatslimit ab 26 Jahren | win2day: 1 bis 1.680 € pro Kalendermonat |
| Einzahlungslimit im Spielerkonto | je nach Casino, in den Kontoeinstellungen |
Am wirksamsten ist eine Kombination. Laden Sie das Wallet nur mit dem Betrag, den Sie für einen Zeitraum einplanen, und stellen Sie zusätzlich ein Einzahlungslimit im Casino-Konto ein. Senkungen eines Limits sollten sofort gelten, Erhöhungen erst nach einer Wartezeit. Bei win2day wirkt eine Senkung laut Anbieter sofort.
Eine Reform könnte zusätzliche Werkzeuge bringen. Die Regierungsvorlage 594 d.B. sieht unter anderem ein Sperrregister vor, das ab 1. Jänner 2027 gelten soll. Beschlossen ist sie noch nicht, sie liegt im Finanzausschuss des Nationalrats.
Kontoschutz im Alltag
Die Bedingungen schützen Ihr Wallet nur zum Teil, den Rest erledigen Gewohnheiten. Fünf Regeln senken das Risiko deutlich.
- Nutzen Sie für das Wallet ein eigenes Passwort, das Sie nirgends sonst verwenden.
- Melden Sie sich nicht auf fremden oder gemeinsam genutzten Geräten an.
- Laden Sie die App nur aus dem offiziellen Store Ihres Smartphones.
- Geben Sie Bestätigungscodes nie weiter, auch nicht an angebliche Mitarbeiter.
- Prüfen Sie den Umsatz im Wallet nach jeder Einzahlung.
Sperrt AstroPay das Konto wegen einer Rückbuchung oder einer offenen Prüfung, ist das Guthaben bis zur Klärung blockiert. Antworten Sie auf Nachfragen daher rasch und vollständig, auch wegen der Idleness Fee.
Gebühren, die man kennen sollte
Feste Gebührensätze veröffentlicht AstroPay in den Bedingungen für den EWR nicht. Jede anfallende Gebühr wird in Web oder App angezeigt, bevor Sie eine Transaktion freigeben. Für Ihre Kontrolle heißt das: Die Bestätigungsanzeige ist die einzige Stelle, an der Sie den Preis sehen.
| Gebühr | Regelung in den AGB |
|---|---|
| Aufladung, Umrechnung, Rücktausch | Höhe wird vor der Freigabe angezeigt |
| Idleness Fee | 50 € bis 50 % des Guthabens pro Monat |
| Gebührenänderung | Ankündigung zwei Monate im Voraus |
| reine Inaktivität | keine Regelung gefunden |
Die Idleness Fee ist aus Sicherheitssicht die heikelste Klausel. Sie greift, wenn Sie eine Anfrage von AstroPay nicht fristgerecht beantworten, etwa zur Überprüfung Ihrer Identität. Bei einem Guthaben von wenigen hundert Euro kann sie einen großen Teil davon aufzehren. Behalten Sie deshalb E-Mails und Nachrichten in der App im Blick.
Änderungen der Tarife muss AstroPay laut AGB zwei Monate im Voraus ankündigen. Solche Mitteilungen landen leicht im Spam-Ordner, prüfen Sie ihn daher regelmäßig. Wer mit neuen Gebühren nicht einverstanden ist, hat so Zeit, das Restguthaben zurückzutauschen.
Fristen und Wartezeiten
AstroPay bewirbt gegenüber Glücksspielanbietern sofortige Ein- und Auszahlungen. Die AGB geben für jede Transaktion eine Höchstdauer von 48 Stunden vor. Wie lange das Casino selbst für die Freigabe einer Auszahlung braucht, regeln dessen Bedingungen.
| Vorgang | Frist |
|---|---|
| Transaktion im Wallet | höchstens 48 Stunden |
| Restguthaben nach Kündigung | bis zu 30 Geschäftstage |
| Ankündigung neuer Gebühren | zwei Monate vorher |
Lange Wartezeiten bei Auszahlungen sind ein Warnsignal, wenn sie nicht in den Bedingungen des Casinos stehen. Hängt eine Zahlung im Wallet länger als 48 Stunden, wenden Sie sich an AstroPay, sonst an das Casino.
Sicherheitscheck vor der ersten Zahlung
Fünf Minuten Prüfung vor der ersten Einzahlung ersparen viel Ärger. Die folgenden Fragen sollten Sie mit Ja beantworten können.
- Ist Ihr AstroPay-Konto vollständig verifiziert, sodass keine Prüfanfrage offen ist?
- Läuft das Bankkonto für Auszahlungen auf denselben Namen wie Wallet und Casino-Konto?
- Haben Sie im Casino-Konto ein Einzahlungslimit eingestellt?
- Steht AstroPay in der Kasse auch bei den Auszahlungsmethoden?
- Sind Lizenzbehörde und Lizenznummer des Casinos auffindbar?
Lautet eine Antwort Nein, klären Sie den Punkt zuerst. Jede dieser Lücken lässt sich vorher in wenigen Minuten schließen, nachher kostet sie Zeit oder Geld.
Einzahlen in vier Schritten
Ein sicherer Ablauf beginnt vor der Kasse. Das Wallet wird erst nach der Identifizierung mit Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Reisepassdaten aktiv.
- Laden Sie das Wallet mit genau dem Betrag, den Sie einsetzen wollen.
- Wählen Sie im Casino unter „Einzahlung“ AstroPay als Zahlungsart.
- Prüfen Sie im Bestätigungsfenster Empfänger, Betrag und Gebühr.
- Geben Sie die Zahlung frei und kontrollieren Sie die Gutschrift im Spielerkonto.
Laden Sie nie nach, um einen Verlust auszugleichen. Genau hier fehlt dem Wallet die Bremse, die ein Limit sonst bieten würde. Hilfreich ist eine feste Regel, etwa eine Aufladung pro Monat und keine zweite, bevor der Monat vorbei ist. Notieren Sie Datum und Betrag jeder Aufladung, dann sehen Sie Ihre Ausgaben auch ohne Limit-Funktion auf einen Blick.
Auszahlen ohne Umwege
Zahlt das Casino ins Wallet aus, kommt das Geld zuerst bei AstroPay an. Von dort lassen Sie es in Euro per Banküberweisung auf ein Konto auf Ihren Namen übertragen. Andere Wege für den Rücktausch sehen die AGB für den EWR nicht vor.
Bietet das Casino AstroPay nur für Einzahlungen an, schickt es Gewinne über eine andere Methode. Klären Sie das vor der ersten Einzahlung, damit Sie nicht nachträglich Bankdaten beim Casino hinterlegen müssen. Sonst geht ein Teil des Datenschutzvorteils verloren.
Kündigen Sie das Wallet, zahlt AstroPay ungenutztes Guthaben innerhalb von 30 Geschäftstagen aus, ebenfalls nur auf ein eigenes Konto. Halten Sie Ihre Bankverbindung im Wallet deshalb aktuell.
Was das Glücksspielgesetz sagt
In Österreich steht das Recht zur Durchführung von Glücksspielen dem Bund zu, so regelt es § 3 des Glücksspielgesetzes (GSpG). Online-Casinospiele zählen dort zu den Elektronischen Lotterien. Die einzige Konzession dafür hält die Österreichische Lotterien GmbH für win2day.at, befristet bis 30. September 2027.
Das Finanzministerium stellt klar, dass eine Konzession aus einem anderen EU- oder EWR-Staat kein Recht gibt, Glücksspiel in Österreich anzubieten. Bei vorenthaltenen Gewinnen oder Betrug seien rechtliche Schritte gegen solche Anbieter kaum möglich. Für Ihre Sicherheit ist das der wichtigste Satz auf dieser Seite.
Auch Spielerinnen und Spieler können belangt werden. § 52 Abs. 5 GSpG sieht für die Teilnahme an nicht konzessionierten Elektronischen Lotterien bis 7.500 € bei Vorsatz vor, sonst bis 1.500 €. Umgekehrt hält der Oberste Gerichtshof solche Verträge für nichtig, Einsätze lassen sich zurückfordern.
AstroPay zieht in den eigenen Bedingungen eine ähnliche Linie. Punkt 6.22 verbietet die Nutzung des Wallets auf Seiten, deren Geschäft nach dem Recht des Wohnsitzlandes verboten ist. Ein Verstoß gegen die AGB kann Folgen für Ihr Wallet haben, unabhängig vom Casino.
Zur Steuer gibt es eine klare Auskunft für Lotteriegewinne. Das Finanzministerium bezeichnet einen solchen Gewinn einer Privatperson als nicht steuerbar. Abgaben zahlt der Anbieter: Für Elektronische Lotterien beträgt die Glücksspielabgabe 45 % der Jahresbruttospieleinnahmen.
Was die geplante Reform für Wallets bedeuten würde
Der Gesetzgeber plant Werkzeuge, die direkt bei Zahlungen ansetzen. Der Ministerialentwurf zur Novelle enthält einen neuen § 56e: Die Mitwirkung am Zahlungsverkehr für verbotene Ausspielungen soll verboten sein, sobald ein Anbieter veröffentlicht ist. Dazu kommen Netzsperren nach einem neuen § 56d.
Nach dem Entwurf hätten Banken nach einer Veröffentlichung drei Bankarbeitstage Zeit, um Zahlungen an den betroffenen Anbieter einzustellen. Die Regierungsvorlage 594 d.B. sieht diese Instrumente samt Sperrregister ab 1. Jänner 2027 vor. Nicht konzessionierte Anbieter sollen ihr Angebot bis Ende des Jahres davor einstellen.
Das Finanzministerium hat den Entwurf der EU-Kommission notifiziert, damit läuft eine dreimonatige Stillhaltefrist. Wer nach dem Stichtag weiter illegal anbietet, soll für 18 Monate von einer künftigen Konzession ausgeschlossen werden. Bis zum Beschluss im Nationalrat bleibt all das ein Entwurf.
Für Sie als Wallet-Nutzer hieße das: Zahlungen an veröffentlichte Anbieter könnten künftig scheitern, auch wenn das Guthaben im Wallet liegt. Prüfen Sie daher nach einem Beschluss, ob Ihr Casino betroffen ist.
Wenn ein Casino nicht auszahlt
Bei einem Streit mit einem Casino ohne österreichische Konzession sind Ihre Möglichkeiten begrenzt. Das Finanzministerium warnt, dass rechtliche Schritte gegen vorenthaltene Gewinne oder bei Betrug kaum möglich sind. Umso wichtiger ist eine saubere Dokumentation von Anfang an.
- Sichern Sie Kontoauszüge aus dem Wallet, Screenshots der Kasse und den Schriftverkehr.
- Fordern Sie beim Casino schriftlich eine Begründung und einen Termin für die Auszahlung.
- Wenden Sie sich an die Behörde, die in der Fußzeile als Lizenzgeber genannt ist.
- Lassen Sie prüfen, ob eine Rückforderung der Einsätze in Frage kommt.
Der letzte Schritt beruht auf der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs. Danach sind Verträge mit Anbietern ohne Konzession nichtig, Einsätze können über das Bereicherungsrecht zurückverlangt werden. Ob sich ein Verfahren lohnt, hängt vom Einzelfall ab.
AstroPay ist in diesem Streit nicht Ihr Ansprechpartner. Der Zahlungsdienst haftet für die Ausführung der Zahlung, nicht für das Verhalten des Casinos. Beschwerden über das Wallet selbst richten Sie an den Kundendienst und, falls nötig, an das Sozialministerium.
Alternativen mit eingebauter Kontrolle
Wer Kontrolle über die Ausgaben sucht, findet sie bei anderen Methoden eher. paysafecard begrenzt Zahlungen ohne Konto auf 50 € je Zahlung, eine natürliche Obergrenze. eps zahlt direkt vom österreichischen Girokonto, laut Betreiber ohne zusätzliche Kosten, und bleibt damit im gewohnten Online-Banking.
Bei paysafecard gibt es dafür eigene Kosten. Liegt Guthaben länger ungenutzt, berechnet der Anbieter laut AGB 3,30 € pro Monat, ein Rücktausch kostet 5 % des Betrags, höchstens 5 €. Diese Posten sollten Sie kennen, bevor Sie größere Beträge auf Karten verteilen.
Die eps-Überweisung betreibt die PSA Payment Services Austria GmbH, die im Eigentum der österreichischen Banken steht und der Bankenaufsicht der FMA unterliegt. Sie bestätigen die Zahlung im Online-Banking Ihrer Hausbank, der Händler erhält die Bestätigung in Echtzeit. Bei win2day ist eine eps-Einzahlung meist nach Sekunden gutgeschrieben, in Ausnahmefällen nach bis zu 45 Minuten.
| Methode | Eingebaute Kontrolle |
|---|---|
| AstroPay | keine Ausgabenlimits, Gebühr vor Freigabe sichtbar |
| paysafecard | ohne Konto höchstens 50 € pro Zahlung |
| eps-Überweisung | Zahlung nur aus eigenem österreichischem Konto |
| Neteller | feste Gebührentabelle, Mindest- und Höchstbeträge im Konto |
Neteller ist wie AstroPay ein Wallet, legt seine Gebühren aber in einer Tabelle offen. Nach sechs Monaten ohne Anmeldung oder Umsatz berechnet der Dienst 5 US-Dollar pro Monat. Zahlungen an illegale Glücksspieldienste verbieten die Nutzungsbedingungen ausdrücklich.
Warnsignale bei Casinos
Ein Wallet schützt Ihre Zahlungsdaten, nicht aber vor einem unseriösen Anbieter. Einige Hinweise sollten Sie vor jeder Einzahlung ernst nehmen.
- In der Fußzeile fehlen Lizenzbehörde, Lizenznummer oder Betreiberfirma.
- Die Lizenznummer findet sich nicht im öffentlichen Register der genannten Behörde.
- Die Auszahlungsbedingungen nennen keine Fristen oder ändern sich ohne Hinweis.
- Das Spielerkonto bietet keine Möglichkeit, Einzahlungslimits zu setzen.
Für Curaçao veröffentlicht die Curaçao Gaming Authority ihr Lizenzregister als PDF, weist aber darauf hin, dass es keine Gewähr für die aktuelle Gültigkeit bietet. Die Malta Gaming Authority stellt ein Register mit Prüffunktion für Domains bereit.
Hilfe bei Spielproblemen
Glücksspiel ist ab 18 Jahren erlaubt und kann abhängig machen. Warnzeichen sind etwa, dass Sie mehr einsetzen als geplant, Verluste zurückgewinnen wollen oder Geld für Glücksspiel leihen. Hilfe gibt es kostenlos.
Die Spielsuchthilfe in Wien ist unter (01) 544 13 57 erreichbar. Sie berät kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym, und zwar österreichweit. Die Österreichischen Lotterien betreiben die kostenlose Spielerschutz-Hotline 0800 202 304. Weitere Anlaufstellen finden Sie hier: Spielsuchthilfe.
Auch das Finanzministerium hat eine eigene Stabsstelle für Spielerschutz mit Sitz in der Johannesgasse 5 in Wien. Auf seiner Website listet es Hilfsangebote nach Bundesländern, darunter die Spielsuchthilfe. Die Österreichischen Lotterien verweisen zusätzlich auf ihre Informationsseite playsponsible.at.
Fazit
AstroPay hält Ihre Bank- und Kartendaten vom Casino fern und bindet Auszahlungen an ein Konto auf Ihren Namen. Das Guthaben ist E-Geld ohne Einlagensicherung, Ausgabenlimits fehlen, und die Idleness Fee verlangt Aufmerksamkeit bei Prüfanfragen. Kontrolle entsteht damit nicht im Wallet, sondern durch kleine Aufladungen und Limits im Casino. Keiner der Anbieter in unserer Liste hat eine österreichische Konzession.
Für Ihre Sicherheit zählt deshalb weniger die Zahlungsart als der Rahmen. Dazu gehören ein verifiziertes Konto ohne offene Anfragen, ein eigenes Bankkonto für Auszahlungen und ein festes Monatsbudget. Wer merkt, dass dieser Rahmen nicht mehr hält, findet bei den genannten Stellen kostenlose Hilfe.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich in der AstroPay-App ein Ausgabenlimit festlegen?
Verfällt Guthaben im AstroPay-Wallet, wenn ich länger nicht spiele?
Wann verlangt AstroPay die Idleness Fee?
Mache ich mich strafbar, wenn ich aus Österreich bei einem ausländischen Casino spiele?
Kann ich verlorene Einsätze von einem Casino ohne Konzession zurückfordern?
Wo bekomme ich in Österreich Hilfe bei Spielsucht?
An wen wende ich mich bei einem Problem mit AstroPay?
Darf ich mit dem AstroPay-Wallet eines Angehörigen im Casino einzahlen?
Quellen
- AstroPay, Terms and Conditions for individuals (EWR)
- AstroPay, AGB deutsche Fassung
- AstroPay, Vertragsbedingungen nach Land
- AstroPay, Gaming
- Finanstilsynet, Unternehmensregister
- Glücksspielgesetz (RIS)
- GSpG § 52 (RIS)
- OGH 1 Ob 182/22d (RIS)
- BMF, Konzessionäre und Ausspielbewilligte
- BMF, FAQ Glücksspielmonopol
- Parlamentskorrespondenz Nr. 787
- win2day, Einzahlung FAQ
- paysafecard, Gebühren und Limits
- eps-Überweisung
- Curaçao Gaming Authority, Register
- Malta Gaming Authority, Licensee Register
- BMF, Spielerschutz und Hilfsangebote
- Ministerialentwurf GSpG-Novelle (ME 125/ME)
- BMF, Pressemeldung Glücksspielgesetz
- Neteller, Gebühren
- Spielsuchthilfe Wien
- Österreichische Lotterien, Spielerschutz